Der typische Jahresablauf eines Zweidorfer Junggesellen: Eiersammeln Das erste Großereignis der JGZ findet meist Anfang Februar statt. Bunt kostümiert und bestückt mit guter Laune, Bonbons, Bollerwagen und Sammelbüchse geht es lustig durch den Ort von Haus zu Haus. Es wird eine kleine Spende in Form von Geld oder Naturalien (essbare und trinkbare) erbeten. Mit dem gesammelten Geld werden Veranstaltungen der JG (Fasching, Disco, Beachvolleyball usw.) finanziert und die Naturalien werden am Abend nach dem Fußmarsch beim „Eierbacken“ verzehrt. Himmelfahrt Himmelfahrt beginnt für Junggesellen und Jungmädel schon am Vorabend des Himmelfahrtstages mit einer erlebnisreichen Nachtwanderung. Am sog. Vatertag unternehmen dann alle potentiellen Väter der JG eine Radtour, an der natürlich auch die Jungmadel teilnehmen. Das Ziel der Radtour ist meist für alle Teilnehmer eine Überraschung. Pfingsten Pfingsten ist das „Highlight“ im Jahr der Junggesellen und Jungmadel. Streng getrennt begehen Junggesellen und –madel den Pfingstsamstag. Für männlichen Mitglieder beginnt Pfingsten mit dem Treffen am Denkmal, wo so manch „dummer Junge“ seine erfolgreiche Junggesellenkarriere startet. Für die „Männer“ beginnt nun ein schweißtreibender Tag mit Maigrünholen und Schweinegraben-springen. Doch neben dem körperlichen Einsatz werden vor allem die Stimmbänder strapaziert. Mit Gesang und Getöse geht es mit Trecker und Wagen die Jungen Gesellschaften aus Wendeburg und Wendezelle besuchen. Nach einer Erholungspause im Stroh und am Lagerfeuer beginnt mit Einbruch der Dämmerung dann die sagenumwobenen Aufnahmeprüfungen statt. Zeitgleich treffen sich die Jungmadel an „geheimem“ Orte um dort ebenfalls das Ritual der „Aufnahmeprüfung“ zu vollziehen. Mit Einbruch der Dämmerung, im Schutze der Dunkelheit, verlassen die Jungmadel ihren Treffpunkt und ziehen durchs Dorf. Mit Plakaten, Gesang und Schuhcreme (wurde im Zuge der Gleichberechtigung eingeführt) werden einige Überraschungen für die Jungmänner im Dorf verteilt. In tiefster Nacht, wenn jedes Madel seinen Weg nach Hause gefunden hat, machen sich die Junggesellen auf den Weg durch die Nacht - nicht heimlich, still und leise sondern auffällig, klingend und laut. Dem ein oder anderen im Dorf mag das ein Dorn im Auge sein, doch Pfingsten „muss“ das einfach sein. So wird ein Maikuss gegen Maigrün getauscht und der Zustand immer berauschender. Bis dann in den frühen Morgenstunden alle „Mann“ zur Ruhe finden. Volksfest Ein Junggesellenleben ohne Volksfest, wäre wohl vergleichbar mit einer Kindheit ohne Weihnachten. Zur moralischen Vorbereitung auf die Festtage dienen Schießtermine anstatt besinnlicher Adventsnachmittage. • Drei Tage dauert das Fest in der Regel. • Anstatt in die Kirche geht es auf den Festsaal. • Statt Geschenken gibt es mit ein bisschen Glück Königsscheiben. • Es gibt zwar keine „Heiligen Drei Könige“, dafür aber einen „Königsball“ • Die Showeinlage nimmt es locker mit dem Krippenspiel auf • Das Frühstück ersetzt die Weihnachtsgans und der Umzug zum Scheibenannageln den Familienspaziergang. • Man trifft nicht die Familie sondern gleich das ganze Dorf und am Ende ist man froh, das die Feiertage vorüber sind und freut sich doch innerlich schon auf’s nächste Volks-/Weihnachtsfest. Beachvolleyball 1999 wurde das damals noch einzigartige Beachvolleyball-Turnier durch die JGZ eingeführt. Allerdings wurden und werden keine Volleyball Vereine eingeladen, um den Fun-Charakter des Turniers beizubehalten. Es werden nicht nur die besten Teams geehrt sondern auch das stimmungsvollste Team. Es findet jedes Jahr im August statt. Wann genau das sein wird, wird rechtzeitig bekannt gegeben. Weihnachtsfeier Aber auch Junggesellen und –madel verzichten nicht auf Weihnachten. An einem kalten Wintertag starten wir warm eingepackt mit Bollerwagen in die Zweidorfer Feldmarkt zum Bosseln. Durchgefroren klingt dieser Tag im Junggesellenheim bei schmackhaftem Essen und guter Laune aus. Doch Weihnachten ist damit für uns noch nicht vorbei. Es werden eifrig Ideen ersponnen, wie das Dorf am Tag des heiligen Abends überrascht werden könnte. Und dabei sind schon wahrlich Wunder geschehen ...... z.B. ein Schneemann im „Grünen Hinzu kommen noch diverse Einladungen ander JG's, Jahreshauptversammlung, Stiftparty, und und und.... |